Natur pur in Dutenhofen

Am Donnerstag, den 25. Februar 2016, übergab die Stadt Wetzlar wieder ein Teilstück von ca. vier Hektar des Auen-Naturschutzprojektes "Lahnschlinge" mit Pflegeauftrag in die Obhut der Naturlandstiftung Lahn-Dill e. V., vertreten durch ihren Vorsitzenden Horst Ryba (Mitglied im Jagdverein Kreis Wetzlar). Seit Sommer 2015 hatten Bagger in der Lahnschlinge von Dutenhofen im 2. Bauabschnitt rund 9000 Kubikmeter Erdreich bewegt. Für diesen Abschnitt hat die Stadt Wetzlar 170.000 Euro ausgegeben, wofür es im Gegenzug Ökopunkte gab. Das Gelände wurde überwiegend als Acker genutzt und dann so gestaltet, dass sich ein Auen-Biotop entwickelt. Gehofft wird nun, dass sich in der neu geschaffenen Flachwasserzone mit Tümpeln künftig wieder seltene Amphibien und Reptilien ansiedeln. Auch für viele Vogelarten, bis hin zum Weißstorch, tritt eine enorme Verbesserung ihrer Lebensbedingungen ein.

Vier Abschnitte hat das Großprojekt. Der erste, ebenfalls vier Hektar groß, wurde bereits 2011 an die Naturlandstiftung Lahn-Dill e.V. übergeben. Zwei weitere Abschnitte werden in der nächsten Zeit folgen, so dass die Gesamtfläche des Lebensraums "Lahnschlinge" etwa 22 Hektar betragen wird. Die Betreuung des Gebietes erfolgt nach einem Pflege- und Entwicklungsplan, der vom Amt für Umwelt und Natur der Stadt Wetzlar erstellt wurde. Die „Pflegegruppe Dutenhofen“ unter der Führung von Ortsvorsteher Ulrich Loh, setzt sich aus den örtlichen Jagdpächtern und Jägern, den Natur- und Angelsportvereinen, einem Landwirt und weiteren Bürgern der Gemeinde zusammen. "Mit der Lahnschlinge ist ein unvorstellbarer Schatz entstanden. Das ist Natur pur", so Ryba in seiner Rede bei der Übergabe.

Naturschutzprojekt Fernwanderwege

An alle Bürgermeister entlang der B 49 / A 45, die Landrätin des Landkreises Gießen, den Landrat Lahn-Dill-Kreis, die Landtagsfraktionen und Abgeordneten im heimischen Raum u.a.m..
Fernwanderwege für Tiere Grünbrücken und Leiteinrichtungen in den Gemarkungen

Sehr geehrte Damen und Herren!

Wie Sie aus der Presse erfahren haben, fordern die anerkannten Naturschutzverbände die Schaffung von Fernwanderwegen für Rotwild, Wildkatze, Luchs, Wolf u. a. Tiere. Zu den Forderungen gehört, neben dem Bau von zwei Wildbrücken über die A 45 (Kalteiche und die Kellersbach bei Lahnau) auch die Schaffung von Vernetzungsstrukturen in der noch freien Landschaft. Durch diese, in vielen Bereichen zu schaffenden Strukturen, sollte versucht werden, den Tieren sichere Wandermöglichkeiten zu schaffen und die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren. Besonders die dicht besiedelten Tallagen mit den vielen Bundes-, Landes- und Kreisstraßen und Schienenwege bilden ein für viele Tiere nicht mehr überwindbares Hindernis und verursachen pro Tag in der BRD mehr als 700 Wildunfälle. Auch die Ausweisung neuer Baugebiete vermindert die Durchwanderbarkeit der Gemarkungen. Viele der erforderlichen Maßnahmen sollten und könnten auch im Zusammenhang mit der Sanierung der Talbrücken bzw. dem sechsspurigen Ausbau der A 45 erfolgen und als Ausgleichs- bzw. Ersatzmaßnahme umgesetzt werden. Um Ihnen die kritische Situation zu schildern, wurde eine PowerPoint Präsentation erstellt, welche die derzeitige Situation rund um die Fernstraßen im heimischen Raum darstellt. Mit diesem Schreiben bitten wir um Ihre Hilfe und Mitwirkung um in den Gemarkungen des Landkreises diese noch wenigen möglichen Verbindungsstrecken einzurichten. Sofern diese Verbindungswege noch einzurichten sind, bitten wir auch darum, diese im Flächennutzungsplan festzuschreiben. Als Anlage erhalten Sie eine CD mit der PowerPoint Präsentation und einen PDF-Ausdruck zu Ihrer Verwendung. Es besteht auch die Möglichkeit, dass nach Rücksprache der Unterzeichner dieses Schreibens oder jemand aus dem Bereich der Naturschutzverbände diese vorführt und erläutert. Für eine persönliche Rücksprache stehe ich Ihnen unter 06441-962562 oder 0177-9185871 gerne zur Verfügung.

Den Pfosten haltend (v.l.): Ulrich Loh, Ortsvorsteher Dutenhofen - Norbert Kortlücke, Umweltdezernent Stadt Wetzlar - Horst Ryba, Vorsitzender der Naturlandstiftung Lahn-Dill e.V. Foto: M. Brück